Gedenken an Pogrome in Eimelrod

Gedenken für jüdische Mitbürger (von links): Ernst Greis, Katrin Schröter, Christian Röhling, Ulrich Faß-Gerold, Kai-Uwe Schröter, Gisela Grundmann, Thomas Trachte und Henrike Habermann. Foto: wf

Willingen-Eimelrod. Auf dem jüdischen Friedhof in Eimelrod wurde am Jahrestag der Novemberpogrome der verfolgten und ermordeten Mitbürger gedacht.

Das Lied zeugt von Elend, vergossenem Blut und dem Wüten des Krieges. Aber auch davon, dass das Leben siegt: Nicht ohne Grund ist „Freunde, dass der Mandelzweig“ immer wieder ein prägender Teil, wenn Schüler, Konfirmanden, die Upländer Pfarrer und Gäste sich zum Gedenken auf dem jüdischen Friedhof in Eimelrod treffen, erklärte Pfarrerin Gisela Grundmann.

Das jährliche Treffen am Jahrestag der Novemberpogrome ist nicht nur ein Blick zurück auf das Leid der jüdischen Mitbürger, sondern spielt auch für die Zukunft eine Rolle: „Die Erinnerung soll nicht ein kollektives schlechtes Gewissen pflegen. Sie soll in den Köpfen präsent halten, dass verhindert werden muss, dass so etwas noch mal geschieht“, erklärte Bürgermeister Thomas Trachte. Dass es die Gefahr immer noch gebe, sei am aufkommenden Rechtsradikalismus zu erkennen, an Menschen, „die scheinbar völlig resistent sind gegen das Lernen aus der Geschichte“.

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