4,2 Millionen investiert

Uplandstadion zwischen Willingen und Schwalefeld feierlich eröffnet

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Die Architekten Jobst Walter (links) und Uno Kleine (2. von links) stellten die netto fünf Millionen Euro teure Anlage vor. Für Vertreter der Sportvereine (von links) wie Matthias Wilke (SC Willingen), Beate Gohmert (TV Jahn), Jochen Schmitt (SC Willingen) und Frank Wilke (Sportschützen) geht damit ebenso wie für Bürgermeister Thomas Trachte (rechts) ein lange gehegter Wunsch nach einem modernen Stadion in Erfüllung.

Willingen/Schwalefeld. Das 4,2 Millionen Euro teure Uplandstadion ist feierlich eröffnet worden - und soll über Willingen hinaus ausstrahlen.

„Es soll ein Sportzentrum für das ganze Upland sein“, verkündete Bürgermeister Thomas Trachte bei der Eröffnung eines der größten Willinger Bauprojekte der vergangenen Jahre: des Uplandstadions bei Schwalefeld. Den Fußballern bietet es einen Kunst- und einen Naturrasenplatz; den Schützen einen achtbahnigen Schießstand; den Leichtathleten Anlagen, auf denen sie Laufen, Springen und Werfen vernünftig trainieren könnten, so Trachte. Und auch für andere Sportler aus allen Ortsteilen berge es Potenzial.

4,2 Millionen Euro, mit Steuern sogar fünf Millionen Euro, hat die Anlage gekostet. Schon seit seinem Amtsantritt 2004 beschäftigte den Bürgermeister die Frage, wo in der Gemeinde ein Kunstrasenplatz entstehen könnte – der damalige Erste Beigeordnete Manfred Kesper habe da schon Schwalefeld vorgeschlagen.

Als dann die Liftgemeinschaft Köhlerhagen das alte Stadion in Willingen kaufen wollte, um eine neue Achtersesselbahn zu bauen, wurde die Suche intensiver – und Schwalefeld erwies sich als einziger möglicher, zum Glück aber auch bestens geeigneter Standort für ein neues Stadion. Es gelang, Vertreter der Landesregierung vom Projekt zu überzeugen: 1,1 Millionen Euro schoss Hessen bei. Der Landkreis beteiligte sich mit einer knappen halben Million Euro. „Ohne die Förderung wäre das nicht möglich gewesen“, hielt Trachte fest.

Landrat Dr. Reinhard Kubat erinnerte sich daran, das alte Stadion vor drei Jahren besichtigt zu haben. Da habe es Handlungsbedarf gegeben – und die Vision für etwas viel größeres: Entstanden sei nun die „repräsentativste Anlage im ganzen Landkreis“. So sehr er als Kind die Sportfeste auf dem Ettelsberg geliebt habe, sei die Leichtathletik im Stadion gut aufgehoben: „Vielleicht wird dies der neue Ettelsberg.“

Das Land habe das Uplandstadion als überregionaler Schwerpunkt für den Sport gefördert, erinnerte Sportkreis-Vorsitzender Uwe Steuber und nannte gleich mehrere Visionen: „Ich hoffe, dass die Leichtathletik Aufschwung nimmt: Nordhessische Meisterschaften gehören hierher.“ Auch sei es eine wunderbare Anlage, um einen Triathlon vom Diemelsee zum Abschluss zu bringen.

Einen Höhepunkt kündigte Trachte für den 6. September an: Dann spielen um 18.30 Uhr die Bundesligamannschaften Borussia Möchengladbach und VfL Bochum gegeneinander.

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