Tiergestützte Ergotherapie und Intervention

„VertrauTier“ aus Usseln ist ins Finale des Hessischen Gründerpreises eingezogen

Nina Schönrocks Hündin Polly war wie sie schon vor der Gründung von „VertrauTier“ im Feld tätig und bringt Erfahrung mit.
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Nina Schönrocks Hündin Polly war wie sie schon vor der Gründung von „VertrauTier“ im Feld tätig und bringt Erfahrung mit.

„VertrauTier“ aus Usseln steht im Finale des Hessischen Gründerpreises: Damit steht die Einrichtung für tiergestützte Ergotherapie und Intervention mit Fokus auf Kinder und Jugendliche auch schon als einer der zwölf Preisträger fest.

Willingen-Usseln – Am 27. November treten die Finalisten gegeneinander an, um einen Sieger für jede der vier Kategorien zu ermitteln. „Wir sind überrascht und überwältigt, von dieser Entscheidung. Auch wenn wir voll und ganz an VertrauTier glauben, wissen wir auch ,wie hart die Konkurrenz beim hessischen Gründerpreis ist“, erklären die Gründer, da Ehepaar Nina Schönrock und Christian Schulte.

„VertrauTier“ ist im Bereich „Gesellschaftliche Wirkung“ nominiert. 90 Prozent der eingesetzten Tiere stammen aus dem Tierschutz: Pferde, Hunde, Nager und Geflügel finden so ein gutes Zuhause; traumatisierte Kinder finden durch die Geschichten der Tiere einen Zugang und erzählen leichter von sich. Ebenfalls in der Kategorie nominiert sind das Unternehmen „Du bist hier der Chef – die Verbrauchermarke“ aus Eltville, das Kunden mehr Transparenz und Mitbestimmung verschaffen soll und die in Darmstadt entwickelte App Lylu, die Senioren mit ihrer Umwelt verbinden soll.

155 Bewerbungen hatte es gegeben, 44 Unternehmen zogen ins Halbfinale ein. Mit fünf Finalisten stellt Nordhessen den geografischen Schwerpunkt, nachdem bei den ersten beiden Auflagen das Rhein-Main-Gebiet am stärksten vertreten war. Projektleiterin Elisabeth Neumann hatte sich entschlossen, die Jurysitzung wegen der Infektionszahlen im geplanten Veranstaltungsort Kassel per Online-Konferenz abzuhalten: „Das war ein Novum, aber es hat super geklappt.“ Sie sei froh, dass der Wettbewerb nicht abgesagt wurde. Auch Finale und Preisverleihung werden online veranstaltet.  

„Wir freuen uns unglaublich auf das Finale und sind sehr gespannt, wie es genau ablaufen wird. Wir können es kaum erwarten“, so Nina Schönrock und Christian Schulte. Sie könnten jedem Gründer nur raten, beim Hessischen Gründerpreis mitzumachen: „Die Teilnahme hat uns unfassbar viel gebracht. Presseberichte, Radioauftritte, Fernsehbeiträge und sogar eine Doku im Dezember. Uns fehlen die Worte für all die Aufmerksamkeit und Unterstützung, die uns zu Teil wird.“ (red/wf)

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