Gemeinde befindet Vorschlag für zu teuer – Prüfung für Freizeitgebiete

Vorerst kein flächendeckendes W-LAN in Willingen

Flächendeckendes W-LAN in Willingen sollte geprüft werden – vorerst gilt es als zu teuer. 
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Flächendeckendes W-LAN in Willingen sollte geprüft werden – vorerst gilt es als zu teuer.

Flächendeckendes W-LAN in Willingen: Eine Prüfung zeigt, dass Kosten und Nutzen sich nicht die Waage halten. Vom Tisch ist das Thema aber bloß vorerst.

Ein vonseiten der Gemeinde Willingen eingerichtetes flächendeckendes W-LAN würde hohe Investitions- und Unterhaltskosten verursachen und wäre unterm Strich nicht sinnvoll: So lautet das Ergebnis eines Prüfauftrags, das der Gemeindevorstand dem Parlament vorlegte. Auf Antrag der FDP hatten die Gemeindevertreter den Auftrag im Herbst einstimmig erteilt.

Dass die Kosten im Augenblick zu hoch sein, sah Arndt Brüne ein, der den Antrag für die FDP begründet hatte: „Wir werden das Thema noch mal hinten anstellen“. Grundsätzlich blieb er aber dabei: „Wenn wir qualitativ hochwertige Gäste wollen, müssen wir auch qualitativ hochwertige Infrastruktur zur Verfügung stellen.“

Derweil kam in der Prüfung der geforderte Blick auf Skigebiete, Wander- und Mountainbike-Strecken etwas kurz – für diese Bereiche sollte noch geprüft werden, wenn ein flächendeckendes W-LAN zu teuer sei, befand Brüne. Dem pflichtete Karl Leyhe (CDU) bei: „Im Ortskern haben wir gutes LTE und das W-LAN der Häuser – außerhalb sollten wir das noch mal überprüfen.“

In diesen Bereichen könnte es Verbesserungsbedarf geben – er gehe aber auch von noch höheren Kosten aus, erklärte Bürgermeister Thomas Trachte. Derweil stehe fest: „Für den Gast muss viel getan werden.“

Den konkreten Nutzen hinterfragte Manfred Feistner (SPD): Wo Veranstaltungen stattfinden, sei das Netz gegeben, im Skigebiet verwies er auf die Betreiber und die Aktivitäten der Gäste: „Die wollen doch Ski fahren – oder wollen sie surfen?“ Im „Internet der Dinge“ sei das Datensammeln wichtig, befand Arndt Brüne. „Und bei der Fahrt nach oben mit dem Lift fotografieren und posten sie schöne Dinge“, stimmte Jörg Stremme (CDU) zu – das sei Werbung für den Ort.

Der Prüfauftrag von Karl Leyhe, in Sachen W-LAN noch die Außenbereiche mit Freizeitanlagen und die Skigebiete zu untersuchen, wurde bei Enthaltung der SPD-Fraktion einstimmig angenommen.

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