Bis zu 66 Kilometer unterwegs

Wandermarathon auf dem Uplandsteig lockt trotz Regens Dutzende Teilnehmer

+
Start im Morgengrauen: Wer den ganzen Uplandsteig absolvieren wollte, machte sich schon um 6 Uhr auf – zwei weitere Gruppen folgten im Laufe des Vormittags.

Willingen (Upland). Eine Runde ums Upland: Den ganzen Uplandsteig zu meistern, ist eine Herausforderung, der sich 28 Wanderer stellten. Einen Marathon legten weitere zurück.

Wandern als Sport werde immer beliebter und auch bei jungen Menschen inzwischen ein Art Trend: Das sieht der Upländer Gebirgsverein UGV durch den Uplandsteig-Wandermarathon bestätigt. Die fünfte Auflage der Tour war trotz Regens gut besucht, Dutzende Menschen verließen ihre Komfortzone und tauschten das bequeme Wohnzimmer gegen die freie Natur.

Mit viel Kondition und Courage trafen die ersten Läufer um 6.30 Uhr am Besucherzentrum ein, um am Ultra-Marathon über 66 Kilometer teilzunehmen. Hier war die Herausforderung für 28 Mutige besonders groß, da auch noch 1500 Höhenmeter überwunden werden mussten. Wem diese Distanz zu anstrengend war, wich auf die anderen zwei Teilstrecken von 42 und 21 Kilometer aus. Davon machten 43 beziehungsweise 46 Teilnehmer auch Gebrauch.

Zum reibungslosen Ablauf waren sechs Stationen für die Versorgung und Kontrolle eingerichtet, an denen sich Läufer mit Buttermilch, Obst, Getränke und anderen Köstlichkeiten stärkten. Rund 20 Helfer ermöglichten dies.

Die klassische Marathon-Distanz absolvierten 43 Teilnehmer. Von Willingen wurden sie zunächst nach Eimelrod gebracht.

Das Wetter präsentierte sich nicht besonders marathonfreundlich. Denn leichter Regen begleitete die Läufer den ganzen Tag. Doch für alle galt: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.

Motivation gab es genug, wie der UGV zusammenfasst: Das eigene Ego und seine Grenzen zu testen ist ein Grund. Aber auch neue Wanderregionen kennen zu lernen trieb demnach viele Teilnehmer an, die Ausflugsziele und Einkehrstationen entdeckten, zu denen sie zurückkehren wollen. Und letztlich ist es eine sportliche Veranstaltung auch eine wirksame Diät-Wirkung.

Auch der "Halbmarathon" auf dem Uplandsteig stieß auf reges Interesse.

Dabei zählte nicht, wer schneller, besser oder zuerst das Ziel erreichte, sondern das Marathon-Erlebnis mit Gleichgesinnten. Alle wanderten ihr eigenes Tempo. Dabei konnte jeder die vielen kleinen Naturwunder wie seltene Hochheiden, mit Mooren, Orchideenwiesen auf der Wegstrecke entdecken.

Beim Zieleinlauf waren viele glückliche Gesichter zu sehen, heißt es von Seiten des UGV. Und trotz großer Anstrengung war auch noch ein kleines, stolzes Lächeln zu sehen. Als Anerkennung und Erinnerung erhielt jeder Sportwanderer für die Teilnahme eine Urkunde und ein Wanderabzeichen. Nach dem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen, verabschiedeten sich viele in der Hoffnung, im nächste Jahr wieder den Marathon zu absolvieren – dann bei hoffentlich besserem Wetter.  (red)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare