Bisher 60 Asylbewerber in der Uplandgemeinde untergebracht

Weiterer Wohnraum gesucht

Willingen - Die Uplandgemeinde sucht dringend nach weiterem Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen.

Derzeit sind im Gemeindegebiet etwa 60 Asylbewerber untergebracht, davon 38 in der Gemeinschaftsunterkunft in Usseln, die anderen in Willingen, Schwalefeld und Welleringhausen. Wie Bürgermeister Thomas Trachte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses auf Anfrage von Thorsten Kesper (SPD/Willingen) und Friedrich Engelbracht (FWG/Willingen) mitteilte, reicht der derzeit zur Verfügung stehende Wohnraum in Anbetracht der Prognosen vermutlich nur kurzzeitig aus. Die Gemeinde bemüht sich, weiteren Wohnraum anzumieten. „Wir arbeiten daran. Es ist wichtig, die Ruhe zu bewahren.“ Im Augenblick sieht Trachte allerdings nicht die Notwendigkeit, kurzfristig Hallen belegen zu müssen. Als Ansprechpartnerin für Bürger, die Wohnraum zur Verfügung stellen oder sich engagieren wollen, nannte er seine Mitarbeiterin Karin Jäger.

Ein anderes aktuelles Thema sprach CDU-Fraktionsvorsitzender Jochen Schmitt (Willingen) an: den Einsatz von Hilfspolizisten und Mitarbeitern des Sicherheitsdiensts an den bevorstehenden Club-Wochenenden in Willingen. Bürgermeister Trachte berichtete, dass neben den drei bisherigen fünf weitere Hilfspolizisten ausgebildet wurden, die mit der entsprechenden Kompetenz ausgestattet sind. Die Gemeinde hat Uniformen beschafft. Es sollen auch noch Fahrzeuge umgestaltet werden, so dass die „Ortspolizei“ auf Anhieb zu erkennen ist. Es wurde ein umfassender Einsatzplan erarbeitet.

Die Hilfspolizisten waren am vergangenen Wochenende erstmals im Einsatz. Sie werden von Mitarbeitern des privaten Sicherheitsdienstes begleitet, die als Personenschutz dienen. „In Spitzenzeiten sind bis zu 20 Mann im Einsatz. Wir sind auf einem guten Weg“, so Trachte. Ein Maßnahmenkatalog wird erarbeitet und soll dem Upländer Parlament demnächst vorgelegt werden.

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ging es darüberhinaus um gemeindliche Haushalte der vergangenen Jahre. So schlagen die Mitglieder der Gemeindevertretung einstimmig vor, den Jahresabschluss 2009 zu beschließen und dem Gemeindevorstand Entlastung zu erteilen. Sie nahmen die im Jahr 2011 angefallenen über- und außerplanmäßigen Ausgaben zur Kenntnis, die sich im Ergebnishaushalt auf rund 726000 Euro und im Finanzhaushalt auf gut 221000 Euro beliefen.

Außerdem befassten sie sich mit dem Jahresabschluss 2013. In diesem Zusammenhang kamen auch die Gebührenhaushalte zur Sprache. Insbesondere beim Bestattungswesen und im Kindergartenbereich gibt es ein großes Defizit. In der Ausschusssitzung wurde deutlich, dass die Politiker in diesen beiden Bereichen keinen Haushaltsausgleich anstreben, der nur über immense Gebührenerhöhungen zu erreichen wäre.

Von Ulrike Schiefner

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