Insolvenzverwalter: Suche nach Investoren ohne Erfolg – 54 Mitarbeiter betroffen

Willingen: Badmöbel Kesper schließt

Im Februar endet die Produktion: Die Firma Badmöbel Kesper in Willingen schließt.   
+
Im Februar endet die Produktion: Die Firma Badmöbel Kesper in Willingen schließt.    

Investor hatte Bedenken mit der Übernahme. Jetzt sind 54 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen, für sie soll ein Sozialplan kommen. Der Onlineshop soll nicht betroffen sein.  

Im Herbst war nach Investoren gesucht worden: Nachdem zunächst Mitte September von einem ersten ernsthaften Investor eine Absage zur Übernahme des Geschäftsbetriebes erteilt worden war, ergab sich aufgrund der Teilnahme an der Möbelmesse „M.O.W.“ in Bad Salzuflen ein neues Investorengespräch. 

Mit diesem Investor, einem namhaften Badmöbelhersteller, sind sodann ernsthafte Gespräche im Laufe des Monats Oktober einschließlich Betriebsbesichtigung geführt worden, die allerdings letztlich Ende Oktober abschlägig beschieden worden waren. Der Investor hatte – aus dessen Sicht nachvollziehbar – Bedenken für die Übernahme des Geschäftsbetriebes der Kesper Badmöbel, da ein zu kleinteiliges Sortiment vorliege und eine nur teilweise kostendeckende Produktpalette vorhanden sei.

Weiter berichtet Mitze: Im weiteren Verlauf sind in Abstimmung mit dem Gläubigerausschuss weitere Überlegungen zur Sanierung durch einen Insolvenzplan angestellt worden, die jedoch Ende November darin mündeten, dass die benötigten Mindestumsatzzahlen kurzfristig nicht mehr zu erreichen sein werden, da sich Kunden von der Firma zurückgezogen hatten.

Sozialplan soll kommen

Es sind sodann die noch bestehenden 54 Arbeitsverhältnisse mit den individuell bestehenden Kündigungsfristen beendet worden. Die Produktion wird bis Ende Februar 2019 auslaufen und der Betrieb der Kesper Badmöbel in der bisherigen Form eingestellt werden. Mit dem Betriebsrat sind Verhandlungen über einen Sozialplan eingeleitet worden, der Abfindungen für die verbliebenen Arbeitnehmer vorsehen wird.

Von der Schließung nicht betroffen sein wird der bestehende Onlineshop, da noch erhebliche Warenbestände vorhanden sind, die über diese Plattform vertrieben werden sollen.

Die Schließung sei letztlich auch dem Standort Deutschland geschuldet, erklärt der Insolvenzverwalter: Demnach sei die Produktion in niedrig- beziehungsweise mittelpreisigen Segment kostendeckend nicht mehr möglich. Dieses werde überwiegend durch osteuropäische Länder und über asiatische Lieferanten abgedeckt. (r/wf)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare