Hunderte Kilometer für Mountainbiker geplant

Willingen will bei Grenztrail Waldeck-Frankenberg mitmachen

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Attraktiv für Mountainbiker soll der geplante Grenztrail durch den Landkreis werden.

Willingen. Viele Entscheidungen sind für die Realisierung des Grenztrails Waldeck-Frankenberg noch nötig - aus Willingen kamen ein "Ja" und Argumente für das 14-Millionen-Projekt.

Nach und nach wird in den Kommunen Waldeck-Frankenbergs darüber abgestimmt, ob sie sich am geplanten Grenztrail beteiligen, der Mountainbikern im ganzen Landkreis ein großes Netz an Wegen bieten soll. Einige haben eine Beteiligung am 14-Millionen-Euro-Projekt abgelehnt oder zurückgestellt, einige mehr haben zugestimmt, bei vielen steht die Entscheidung noch aus.

Zu den Befürwortern zählt die Gemeinde Willingen, in der die Idee initiiert wurde. Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter dafür aus, dem für Bau, Pflege und Vermarktung zu gründenden Zweckverband beizutreten. 

Daran knüpften die Upländer aber einige Bedingungen: So soll es möglich sein, aus dem Verband auszutreten, wenn sich die wirtschaftlichen Grundlagen des Projekts ändern oder sich für die jeweilige Kommune keine angemessene Anbindung ans Streckennetz ergibt. Die Satzung soll Regelungen zum Austritt enthalten und das Stimmrecht in der Verbandsversammlung an die finanzielle Beteiligung der Kommunen knüpfen, so weitere Bedingungen des Beschlusses.

Grenztrail soll Mountainbike-Parks in Waldeck-Frankenberg verbinden 

Der Grenztrail soll Mountainbikern über den Landkreis verteilte Parks und sie verbindende Pfade (Trails) bieten, erläuterte Bürgermeister Thomas Trachte. Diese Wege müssten sich fließend in die Landschaft fügen und technisch interessant sein, zumindest auf einem Großteil der Strecke: „70 Prozent müssen es sein, um mit in die Marktführerschaft zu gelangen.“ Die Länge des Streckennetzes bezifferte er sehr grob auf 500 Kilometer, die auch die Sehenswürdigkeiten des Landkreises verknüpfen. Genaueres hänge von den teilnehmenden Kommunen und der Finanzierung ab: Für das Projekt sind Fördermittel des Landes beantragt.

Seit 20 Jahren beschäftige sich Willingen mit dem Bike-Tourismus, der damals eine kleinere Rolle gespielt habe. Doch das Marktsegment sei immer wertvoller geworden, berichtete Trachte: „Und seit drei Jahren sehen wir da Potenzial als eine Hauptzielgruppe“ – das Aufkommen von E-Bikes schlage sich nieder. Die Prüfung des Markts habe klar ergeben, dass Angebote wie der Grenztrail wahrgenommen werden.

Beim Grenztrail sind Naturschutz und die Interessen von Bauern, Jägern und Wanderern zu beachten

Naturschutz, Landwirtschaft und Wanderer seien bei der Umsetzung zu beachten, viele Gespräche müssten geführt werden, erklärte Trachte. Aber zugleich befand er: „Das Projekt gibt uns die Möglichkeit, Konflikte zu vermeiden.“ Der Radverkehr werde ohnehin zunehmen – doch wenn es attraktive Wege gebe, könne er auf diese konzentriert werden, weg von für Naturschutz, Bauern oder Jäger sensible Bereichen. Gemeindevertreter Friedrich Pohlmann (CDU) kündigte an, dass sich der Gebietsagrarausschuss am 28. Februar des Themas annehmen wolle.

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