Weiteres Standbein nötig

Willinger denken über künftige Wasserversorgung nach

Schwer zu beschaffendes Alltagsgut: Die Trinkwasserversorgung des Uplands braucht ein weiteres Standbein.  

Willingen (Upland). Der Dürre-Sommer gab erneut Anlass, darüber nachzudenken, wie die Wasserversorgung des Uplands gesichert werden kann.

„Wir sind im Sommer ganz schön ins Schwitzen geraten“, stellte Jochen Schmitt, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Willinger Gemeindevertretung fest – das werfe Fragen auf, wie es um die Wasserversorgung des Uplands bestellt sei.

„An diesem Sommer haben wir gesehen, wie lebenswichtig die Enser Scholle für uns ist“, antwortete Bürgermeister Thomas Trachte. 2400 Kubikmeter Wasser am Tag könnten von dort hinaufgepumpt werden. Und die seien auch nötig geworden.

Kritisch würde es, wenn einmal eine Pumpe ausfallen sollte: „Ein zweites Standbein ist nötig“, so Trachte. Für die Zukunft ist, wie berichtet, die Anbindung ans Briloner Netz geplant. Die Gebührenzahler werde das Geld kosten, für die Versorgungssicherheit sei es aber notwendig. Das Thema werde die Gemeindevertretung in den kommenden Monaten noch intensiv beschäftigen.

Jochen Schmitt hatte auf das Bergwerk verwiesen, in dem es immer Wasser gebe – zumindest für manche Zwecke wie die Schneeproduktion könnte es nutzbar sein. Um es als Trinkwasser zu benutzen, erklärte Trachte, müsste der ganze Ort als Wasserschutzgebiet ausgewiesen werden. Doch auch für andere Zwecke sei es nicht beliebig verwendbar: Schnelles Abpumpen gefährde die Statik.

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