31-jähriger Teil des verjüngten Vorstands

Willinger Olaf Nalik wird stellvertretender Kneipp-Landesvorsitzender

Wohltuendes Wasser ist nur ein Punkt der Kneippschen Lehre - nicht nur in Willingen, auch im Landesverband will Olaf Nalik sie voranbringen (im Bild mit Christiane Schröder, seiner Stellvertreterin im Ortsverein).
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Wohltuendes Wasser ist nur ein Punkt der Kneippschen Lehre - nicht nur in Willingen, auch im Landesverband will Olaf Nalik sie voranbringen (im Bild mit Christiane Schröder, seiner Stellvertreterin im Ortsverein).

Der hessische Kneipp-Verband verjüngt sich: Mittendrin ist der Upländer Olaf Nalik. Als stellvertretender Landesvositzender will er die Kneipp-Medizin in Hessen und Willingen stärken.

Willingen (Upland) – Gute Ernährung, heilende Kräuter, befreiende Bewegung, innere Balance und die Wirkung des Wassers: Die fünf Säulen der Kneipp-Medizin sind für Olaf Nalik allgegenwärtig und hochaktuell, auch kurz vor dem 200. Geburtstag ihres Namensgebers Sebastian Kneipp. Der 31-Jährige steht seit drei Jahren dem Willinger Verein vor, nun ist er Teil der Verjüngung beim Landesverband: Als stellvertretender Vorsitzender wurde er in den geschäftsführenden Vorstand gewählt.

Der seit 1986 amtierende Vorsitzende Dr. Georg Roth war mit seinem gesamten Vorstand nicht wieder angetreten. Um Dr. Lutz Ehnert hat sich ein neues Team gebildet: Drei Köpfe aus der für ein „Kneipp-Dreibädereck“ planenden Wetterau, einer aus Fulda – und der junge Usselner, der auch für die Schriftführung tätig ist.

Die Gelegenheit möchte er nutzen, um Verbindungen mit anderen Kneipp-Vereinen zu schaffen und sich von ihren Ideen inspirieren zu lassen. Die Gruppe in Willingen ist mit 61 Mitgliedern einer der kleineren unter den 24 hessischen Vereinen. Der größte sitzt mit 1000 Mitgliedern in Bad Nauheim.

Olaf Nalik ist durch den jährlichen Kräutermarkt im Kurgarten und seine Eltern auf Kneipp gekommen. Beruflich hat der Ingenieur für biomedizinische Technik täglich mit dem Thema Gesundheit zu tun. An Kneipp begeistert ihn die Einfachheit mit klaren Effekten. Als Beispiel nennt er den „Kneippschen Espresso“: ein kurzes Armbad, das die Durchblutung anregt.

In Willingen veranstaltet der Verein den Kneipp-Kräutermarkt, bei dem auch Handwerk, Gewürze und Lebensmittel angeboten werden. Vorträgen über die fünf Säulen und Kneippsche Güsse führen die Besucher an das Konzept heran. Auch bei den PORT-Gesundheitstagen präsentiert er sich. Mitglieder des Vereins bieten Wasser-Gymnastik und drei Arten von Yoga an. Bei jährlichen Kneippfahrten erkunden die Mitglieder Kultur, Geschichte und andere Arten, die Kneippschen Gedanken umzusetzen.

In Willingen, das im September als Kneipp-Heilbad rezertifiziert wurde, will Olaf Nalik nicht nur helfen, den Bestand zu wahren, sondern auch, neue Chancen zu eröffnen. Dafür will er neue Mitglieder gewinnen. Ob junge Leute, Experten, die Angebote im Physio-Bereich machen können, oder jeder, der sich einbringen möchte: Olaf Nalik ist unter E-Mail olaf-nalik@online.de zu erreichen. (Wilhelm Figge)

Die fünf Säulen der Kneipp-Medizin

Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) entwickelte nach einem heilsamen Bad in der Donau seine fünf Säulen, die noch heute als Gesundheitskonzept herangezogen werden, heißt es von Seiten des Kneippverbands: Ein Punkt ist die Wirkung von heißen und kalten Wasser auf den Körper. Zum ganzheitlichen Konzept gehören aber auch der Einsatz von Heilkräutern, eine genussvolle, aber naturbelassene Ernährung, ausreichende Bewegung und eine gesunde Lebenseinstellung durch innere Balance gehören dazu.

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