Vorzug gegenüber Ferienpark

Willinger Parlament unterstützt Hotelprojekt „Schutzhütte“ am Hagen

Noch ist das Grundstück am Hagen in Willingen eine grüne Wiese, doch mit der „Schützhütte“ ist ein Projekt geplant, das breite Unterstützung findet.
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Noch ist das Grundstück am Hagen in Willingen eine grüne Wiese, doch mit der „Schützhütte“ ist ein Projekt geplant, das breite Unterstützung findet.

Die Willinger Gemeindevertreter hatten zwischen zwei Projekten für das Gelände „Am Hagen“ zu entscheiden. Die Wahl fiel eindeutig aus.

Willingen – Einstimmig hat die Upländer Gemeindevertretung beschlossen, das kürzlich vorgestellte Projekt „Schutzhütte“ am Hagen weiterzuverfolgen. Da es ein alternatives Projekt für einen Ferienpark auf der Fläche gab, hatten die Abgeordneten die Wahl: „Wir entscheiden, für welches der beiden Bauprojekte die baurechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen sind“, fasste Parlamentschef Christopher Leeser (CDU) zusammen.

Hinter dem Projekt steht das Familotel Sonnenpark: „Wir werden nicht müde zu betonen, wie begeistert wir von der Entwicklung vor Ort sind“, erklärte Marc Vollbracht: die Entwicklungen am Ettelsberg, der geplante Grenztrail und nicht zuletzt der Neubau des Lagunenbads. Für Familien-Urlauber sei das genau der richtige Schwerpunkt – und das Hotelprojekt solle die Infrastruktur nutzen, sie fördern und von ihr profitieren.

Mit einem Fokus auf Familien mit Kindern ab 14 Jahren schließe die „Schutzhütte“ an den „Sonnenpark“ an, der mit seinen betreuten Angeboten in dem Alter auf weniger Interesse stoße. Sie biete Aktivitäten auf ihrem Gelände, unterstütze Biker und Skifahrer – und suche die Zusammenarbeit mit dem Lagunenbad, das gegenüber neu gebaut wird. Ein Tunnel ist vorgesehen, alle Gäste der Schutzhütte“ würden Eintritt bezahlen und das Bad nutzen können.

Zum optischen Zusammenspiel der beiden Anlagen erkundigte sich Friedrich Engelbracht (Freie Wähler), der fragte, ob die Sichtachse vom Bad auf den Orenberg beeinträchtigt werde. Die Planung sei noch nicht weit genug, um das zu beantworten, erklärte Marc Vollbracht – das bedeute aber auch, dass Gestaltung und Orientierung der Gebäude noch flexibel seien. Wenn es „grünes Licht“ gebe, hoffe er, bis Weihnachten Entwürfe vorlegen zu können.

Insgesamt zeigte sich Engelbracht zustimmend – und war damit nicht allein: „Das ist das zielstrebigste Projekt, das wir in den letzten Jahren vorgestellt bekommen haben“, lobte SPD-Fraktionschef Thorsten Kesper. Das Projekt sei Qualitätstourismus: Wenn auch noch Details zu klären seien, sicherte er bereits die weitere Unterstützung der Sozialdemokraten zu. FDP-Fraktionschef Dirk Wilke lobte die geringere städtebauliche Verdichtung im Vergleich zum Konkurrenzprojekt mit seinen 13 Häusern und 104 Ferienwohnungen: „Die Schutzhütte steht Willingen sicher – und ist mal ganz was anderes.“ CDU-Fraktionschef Karl Leyhe schließlich hob hervor, dass das Projekt nachhaltiger sei: „Es ist ein Vorteil, dass der, der es baut, es im Nachhinein auch betreut.“ Dass es beim Ferienpark anders war, war auf viel Kritik gestoßen. (wf)

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