Motto des Abends: „Blasmusik ohne Grenzen“

Willinger Schützenblaskapelle liefert hochwertiges Konzert zum Jahresende

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„Blasmusik ohne Grenzen“: Die Willinger Schützenblaskapelle unter der Leitung von Jens Vogel.

Lang anhaltenden, stehenden Beifall erntete die Willinger Schützenblaskapelle nach einem zweiteiligen, abwechslungsreichen und mitreißenden Jahresabschlusskonzert.

Den Applaus hatten die 40 Musiker auch verdient, präsentierten sie ihren Zuhörern doch wieder einen qualitativ hochwertigen Ohrenschmaus mit gut durchdachtem Programm. Weltcup-Schanzensprecher Gunnar Puk und Ortsvorsteher Jens Kramer führten gut gelaunt durch das Programm. Sie hatten auch die Begrüßung übernommen, nachdem die Kapelle mit der „Festivus Fanfare“ nach Martin Scharnagl das Konzert eröffnet hatte. 

Viele Ehrengäste standen auf den Namenslisten des Moderatoren-Duos. Im vollbesetzten Besucherzentrum wurden „Hausherr“ und Bürgermeister Thomas Trachte, Schützen-Vorstand, Königspaar und Hofstaat der eigenen Schützen, sowie zahlreiche Majestäten und Vorstände befreundeter Schützengesellschaften und Abordnungen der Willinger Vereine willkommen geheißen. 

Im 30. Jahr nach dem „Mauerfall“

Im 30. Jahr nach dem „Mauerfall“ lautete das Motto des Konzerts „Blasmusik ohne Grenzen“, was in mehrfacher Hinsicht passte. Es ließ sich auf die Auswahl der Musiktitel beziehen, die in der Zeit der Grenzöffnung gespielt wurden. Da wäre Udo Lindenbergs „Hinterm Horizont“ oder ein Mix von Bon-Jovi-Rockstücken zu nennen. 

„Hinterm Horizont“: Jens Vogel und Anja Brüne-Bernard singen den Lindenberg-Klassiker.

Grenzenlos schien auch die Vielfalt der musikalischen Stilrichtungen, die das Willinger Blasorchester faszinierend umsetzte. Emotionale Filmmusiken wie „Lenas Song“ mit gefeiertem Sologesang von Saxofonistin Anja Brüne-Bernard oder rhythmische Vielfalt in „Cloudius, der Wolkenmann“ wurden gekonnt interpretiert.

Überraschend waren die Erinnerungen an Fernsehserien aus der „Wendezeit“, die sich hinter dem Titel „TV Kultabend“ verbargen. Oberinspektor Derrick, die Lindenstraße, das Traumschiff, Sportstudio und sogar die Tagesschau ließ das Orchester unter der Leitung von Dirigent Jens Vogel aufleben. Seine geübte Sängerstimme war an mehreren Stellen solo und im Duett mit Brüne-Bernard zu hören.

Klassische Blasmusik-Stücke

Im zweiten Konzertteil war die Grenzenlosigkeit auf regionale Herkünfte der Stücke zu beziehen, und es wurden überwiegend klassische Blasmusik-Stücke gespielt. Da tauchten „Grüße nach Holland“ nach Thomas Zsivkovits auf, die böhmische „Stremtal Polka“ begeisterte die Zuhörer, die zu den bereitliegenden Texten mitsingen konnten. Im Konzertmarsch „Abel Tasman“ von Alexander Pfluger wurden die Abenteuer des Seefahrers Tasman musikalisch beschrieben. Mit etlichen Soloeinlagen stellten einzelne Orchestermitglieder ihre Instrumentenbeherrschung unter Beweis. 

Ein Höhepunkt war zweifellos das Percussion-Solo mit Show-Charakter von Chris Becker in „Der Lieblingstrommer“, arrangiert von Franz Bummerl. Nach Ende des geplanten Ablaufs gelang dem Publikum, sich noch Nachschläge in Form vom „böhmischen Traum“ und der „Vogelwiese“ zu erklatschen. Allerdings erst „Preußens Gloria“ setzte den endgültigen Schlusspunkt. 

Am 25. Januar ist die Schützenblaskapelle aus Willingen wieder zu hören, bei der Schützenfest-Halbzeitfete in der Gemeindehalle in Rattlar.

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