Willinger Skispringen: Polizei verzeichnet „ein friedliches Fest“

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Erklärungen im Schneegestöber: Zwei Polizisten helfen einem Besucher des Willinger Skispringens weiter

Willingen. Für die Polizei verlief das Weltcup-Wochenende in Willingen mit seinen etwa 47 000 Besuchern überwiegend ruhig: „An allen drei Tagen kam es zu keinen größeren Zwischenfällen“, erklärt der Pressesprecher Jörg Dämmer. „Es war ein friedliches Fest.“

Zum Trainings- und Qualifikationsspringen kamen am Freitag knapp 10 000 Fans. „Trotz Schneefalls verlief die An- und Abfahrt der Besucher völlig reibungslos“, berichtet Dämmer. Auf den zumeist stadionnahen Parkplätzen standen etwa 700 Autos, 170 Wohnmobile und zwei Busse. Rund 600 Besucher nutzten öffentliche Verkehrsmittel.

„Nach dem Qualifikationsspringen herrschte bei der Eröffnungsfeier eine fröhliche und ausgelassene Stimmung, für die sicherlich auch die Band ,Scooter’ mit ihrer Musikeinlage gesorgt hat“, berichtet Dämmer. Der Polizei seien keinerlei relevante Ereignisse gemeldet worden, auch die Rettungsdienste hatten einen ruhigen Einsatztag. 

Am Samstag besuchten etwa 21 000 Fans das Stadion. Dank des Verkehrskonzeptes sei die An- und Abreise ohne größere Behinderungen verlaufen. Lediglich zu Spitzenzeiten sei es zu Rückstaus und Behinderungen gekommen. 

Wenigen übermütigen und oft alkoholisierten Besuchern seien Platzverweise ausgesprochen worden. Ein „Fan“ zündete in den Zuschauerreihen eine bengalische Fackel, ihn erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Zwei Kinder hatten ihre Eltern aus den Augen verloren, die Polizei sorgte für die schnelle „Familienzusammenführung“. 

Am Sonntag reisten rund 16 000 Fans an, 950 fuhren mit der Kurhessenbahn bequem bis zum Stryck-Bahnhof.

Da neben den Fans noch viele Tagestouristen erwartet wurden, rieten Polizei und Skiclub dazu, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Dies haben viele offenbar beherzigt, die Parkplätze seien am Samstag Nachmittag nicht voll ausgelastet gewesen, berichtet die Polizei. 

Die Rettungsdienste mussten in rund 50 Fällen Hilfe leisten, meist wegen kleinerer Blessuren. Drei Besucher mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. 

Fundsachen abholen

Die Polizei nahm am Wochenende einige Fundsachen entgegen, sie können ab Mitte dieser Woche beim Fundbüro der Gemeinde abgeholt werden. 

Insgesamt habe das in Zusammenarbeit mit dem Skiclub und der Gemeinde Willingen aufgestellte Sicherheitskonzept der Polizei für einen störungsfreien Ablauf gesorgt, betonte Dämmer. Die Polizei war zum zweiten Mal während des Springens in den sozialen Netzwerken aktiv und wertet dies wieder als vollen Erfolg. 

Der Leiter der Waldeck-Frankenberger Polizeidirektion, Kriminaldirektor Achim Kaiser, zeigte sich „sehr zufrieden“ mit dem Ablauf. Er lobte alle Beamte und die zahlreichen freiwilligen Helfer für ihren engagierten Einsatz. (r)

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