Podiumsdiskussion in Willingen

Upland-Schüler löchern Bundestagskandidaten

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Auf dem Podium in der Uplandschule: (oben, von links) die Kandidaten Thomas Viesehon (CDU), Esther Dilcher (SPD), Jürgen Frömmrich (Grüne), Renate Preysing (Linke), Jochen Rube (FDP) und Jan Nolte (AfD) diskutieren mit Lea Schweitzer (unten, von links), Mia Lieser, Benjamin Lieser, Selina Emde, Luisa Pohlmann, Niko Benn und Marcel Sewerin.

Willingen. Politik zum Anfassen: Die Schülervertretung (SV) der Willinger Uplandschule hat am Mittwoch die Waldecker Bundestagskandidaten bei einer Podiumsdiskussion vier Schulstunden lang mit Fragen zu kontroversen politischen Themen gelöchert.

Dem Kreuzverhör der Schüler stellten sich die Kandidaten Thomas Viesehon (CDU), Esther Dilcher (SPD), Jürgen Frömmrich (Grüne), Renate Preysing (Linke), Jochen Rube (FDP) und Jan Nolte (AfD). Mia Lieser, Benjamin Lieser und Selina Emde leiteten die Diskussion, hakten nach und achteten darauf, dass die Kandidaten ihr Redezeit-Kontingent nicht überschritten.

Strittige Themen ausgesucht

Rund 80 Oberstufenschüler saßen im Publikum – viele von ihnen dürfen bei der Bundestagswahl am 24. September zum ersten Mal wählen. Auf der Bühne der Aula brachte nicht nur das gleißende Scheinwerferlicht die Kandidaten ins Schwitzen: Chancengleichheit im Bildungssystem, bedingungsloses Grundeinkommen, soziale Gerechtigkeit, Obergrenze für Flüchtlinge – die Uplandschüler hatten sich die strittigsten Themen für die allesamt erfahrenen Politiker ausgesucht. Kontroverse Diskussionen gab es vor allem zur Frauenquote. „Wir mussten am Ende abbrechen, das war etwas eskaliert“, sagte Lea Schweitzer nach Debatte in der Schulaula.

Insbesondere Jürgen Frömmrich (pro Frauenquote) und Jochen Rube (kontra) lieferten sich einen hitzigen rhetorischen Schlagabtausch. „FDP und Grüne haben sich aneinander hochgeschaukelt“, schätzte Mia Lieser die Situation ein.

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