Neue Verhandlungen

Fronten zu Opel-Sparkurs verhärtet

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Das in Eisenach gebaute neue Stadtauto Adam hat nach Opel-Angaben einen guten Start hingelegt.

Rüsselsheim - Die IG Metall sagt es knallhart: Opel geht es schlecht wie nie, die Lage ist existenzbedrohend. Das weiß auch das Management, das deshalb von der Belegschaft Einschnitte verlangt. Die Gewerkschaft geht nun mit eigenen Forderungen in die entscheidenden Gespräche.

Der Streit um den Sparkurs beim kriselnden Autobauer Opel spitzt sich zu. Nach der Forderung des Managements nach „beträchtlichen Einsparungen“ der Belegschaft geht die IG Metall auf Konfrontationskurs. Unmittelbar vor der nächsten Verhandlungsrunde, die nach dpa-Informationen am Mittwochnachmittag angesetzt ist, verabschiedete die Tarifkommission bei Opel einen Forderungskatalog. Darin fordert sie Standort- und Beschäftigungsgarantien bis mindestens Ende 2016 und eine klare Finanzierungszusage der US-Mutter General Motors (GM).

Der Bezirksleiter des Bezirks Nordrhein Westfalen, Knut Giesler, sagte, die Gewerkschaft wolle Druck auf GM machen: „Der IG Metall geht es um Lösungen für die Menschen an allen Standorten.“ Denn nach derzeitigem Stand sei mittelfristig kein Standort gesichert.

Die Adam Opel AG wollte sich zur Resolution der Tarifkommission nicht äußern. „Wir kommentieren keine laufenden Verhandlungen. Unser Ziel ist nach wie vor, bis Februar zu einem guten Ergebnis zu kommen“, hieß es in Rüsselsheim knapp. Das Management will von die Fixkosten bis 2015 um weitere 500 Millionen Dollar (375 Millionen Euro) senken und unter anderem keine Tariferhöhungen bezahlen, solange das Unternehmen Verluste schreibt.

dpa

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