Aufruf des Karstadt-Insolvenzverwalters

Kaufinteressenten und Beteiligte sollen konstruktive Verhandlungen führen

- Alle Kaufinteressenten und Beteiligten der Übernahme des insolventen Kaufhauskonzerns wurden von Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg zu konstruktiven Verhandlungen aufgerufen.

Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat alle Kaufinteressenten und Beteiligten bei der Übernahme des insolventen Kaufhauskonzerns zu konstruktiven Verhandlungen aufgerufen. „Bieter, Vermieter und die Gewerkschaft müssen sich in den nächsten Tagen zusammenraufen, sonst war’s das“, sagte Görg der „Bild am Sonntag“. Bis zum 9. Juni, dem Jahrestag des Insolvenzantrags, muss ein Kaufvertrag unterschrieben sein.

Dem Bericht zufolge bietet Goldman-Sachs-Deutschland-Chef Alexander Dibelius in seinem Kaufangebot 30 Millionen Euro für Karstadt. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hält demnach 51 Prozent am Vermieterkonsortium Highstreet. In den nächsten fünf Jahren wolle Highstreet Karstadt insgesamt 230 Millionen Euro Mietzahlungen erlassen. Investor Nicolas Berggruen will dem Bericht zufolge 70 Millionen Euro für Karstadt zahlen und 240 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren investieren. Berggruen fordere im Gegenzug Zugeständnisse der Vermieter, berichtete die „BamS“.

Neben Highstreet und Berggruen hatte auch der deutsch-skandinavische Investor Triton bis zum Ende der Bieterfrist eine Offerte für Karstadt abgegeben. Am Samstag bestätigte Görgs Sprecher, dass es ein viertes Angebot für die Warenhauskette gebe. Der „Spiegel“ hatte berichtet, ein russisches Konsortium habe die Offerte abgegeben. Die Gruppe unter Führung des Petersburger Unternehmers Artur Pachomow wolle „für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ 100 Prozent der Geschäftsanteile erwerben.

afp

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