Börse

Dax legte 2009 fast 24 Prozent zu

- An der Börse zeigen die Kurse wieder nach oben und machen Hoffnung auf eine weitere Erholung der Wirtschaft. Der Deutsche Aktienindex (Dax) legte im Krisenjahr 2009 fast 24 Prozent zu und schloss am Mittwoch knapp unter der 6000-Punkte-Marke.

Der Deutsche Aktienindex (Dax), das Leitbarometer der Deutschen Börse in Frankfurt am Main, schloss am Mittwoch bei einem Jahresendstand von 5957,43 Punkten und damit 23,8 Prozent höher als zum Jahresende 2008. Im Tagesverlauf pendelte der Leitindex um die psychologisch wichtige Marke von 6000 Punkten, schloss am Ende jedoch leicht unterhalb mit einem Abschlag von rund 0,9 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Dax hatte sich bereits in den vergangenen Tagen an die 6000-Punkte-Marke herangetastet und diese schließlich geknackt. Am Dienstag erreichte der Dax mit 6011,55 Punkten seinen Jahreshöchststand.

Der Dax war in den vergangenen Monaten nach Anzeichen für eine allmähliche wirtschaftliche Erholung wieder Schritt für Schritt nach oben geklettert. Noch im März hatte das Börsenbarometer sein Jahrestief bei knapp 3600 Punkten erreicht, der tiefste Stand seit 2003. Zuvor hatte der Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 die Börsen weltweit immer weiter einbrechen lassen.Das Börsenjahr 2010 wird Finanzmarktexperten zufolge dagegen mager ausfallen. Nach einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim unter 244 Finanzmarktexperten ist für den DAX im Durchschnitt mit einem Jahresendstand von knapp 6150 Punkten zu rechnen.

Von den 30 DAX-Werten schlossen nur vier das Jahr mit Verlusten ab. Schwächste Aktie waren die VW-Stämme mit einem Minus von 69 Prozent auf 77,00 Euro. Sie wurden vor wenigen Tagen durch die VW-Vorzugsaktien ersetzt. Jahresgewinner waren mit Abstand die Papiere des Halbleiterherstellers Infineon. Die Aktien stiegen um 304 Prozent auf 3,88 Euro.

Am letzten Handelstag schlossen die meisten der 30 DAX-Werte im Minus. Angeführt wurden sie von Deutsche Bank, die 2,4 Prozent auf 49,42 Euro verloren. Deutsche Post gaben 2,2 Prozent auf 13,49 Euro nach, und Salzgitter büßten 1,6 Prozent auf 68,44 Euro ein. An der Spitze der wenigen Gewinner standen Fresenius, die sich um 0,7 Prozent auf 50,01 Euro verteuerten. Linde und Deutsche Börse legten jeweils rund 0,5 Prozent zu.

ddp/afp

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