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Spritpreise steigen schon vor Ende des Tankrabatts – ADAC mit eindringlicher Warnung

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Von: Patricia Huber

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Obwohl der Tankrabatt noch gilt, steigen die Preise an den Tankstellen bereits. Der ADAC warnt jedoch davor, Kraftstoff zu hamstern.

München – Die Spritpreise in Deutschland sind wenige Tage vor dem Ende des Tankrabatts erneut leicht gestiegen. Obwohl die Steuersenkung auf Kraftstoffe noch in Kraft ist, ziehen die Preise an der Zapfsäule seit mehreren Tagen bereits wieder an. Nach Angaben des ADAC kostete ein Liter Superbenzin der Sorte E10 am Sonntag 1,769 Euro, der Literpreis für Diesel lag bei 2,069 Euro. Besonders teuer ist es laut ADAC-Angaben derzeit in Süddeutschland.

Nach Ende des Tankrabatts: Sprunghafter Anstieg nicht erwartet

Mit dem Anstieg setzen die Spritpreise den Trend aus der vergangenen Woche fort: Am Dienstag (23. August) hatten sie noch bei 1,734 Euro für Super E10 und 1,988 Euro für Diesel gelegen. Das war der erste Anstieg nach einem wochenlangen Sinkflug und einer folgenden kurzen Stagnation in den vorherigen Wochen.

Mit dem Auslaufen des Tankrabatts in der Nacht vom 31. August auf den 1. September könnten die Preise dann wieder deutlich steigen. Rein rechnerisch müssten es etwa 35 Cent pro Liter Benzin und 17 Cent pro Liter Diesel mehr sein. Möglich ist allerdings, dass die Preise in der Nacht zu Donnerstag nicht sofort in die Höhe schnellen. Weil auch die Tankstellenbetreiber im August noch mit gesenktem Steuersatz einkaufen, könnte auch nach dem 31. August noch entsprechend günstigerer Sprit verfügbar sein.

Tankrabatt-Ende: Kraftstoff hamstern kann gefährlich werden

Der Wirtschaftsverband für Fuels und Energie (En2X) rechnet aber damit, dass es sich dabei nur um kleine Mengen handeln wird. „Viele Autofahrerinnen und Autofahrer werden in diesen Tagen voraussichtlich verstärkt die Tankstellen anfahren, um ihr Auto noch einmal vollzutanken“, sagte Verbandsgeschäftsführer Adrian Willig.

Außerdem ist damit zu rechnen, dass einige die günstigen Preise noch einmal ausnutzen und ihre Kanister mit dem billigeren Kraftstoff füllen. Doch der ADAC warnt ausdrücklich davor, Benzin oder Diesel in großen Mengen zu hamstern, da es sich dabei um hochentzündliche Stoffe handelt. Aus Sicherheitsgründen sollten demnach bestenfalls auch nicht mehr als 10 Liter im Auto transportiert werden. Rechtlich erlaubt sind in Deutschland 60 Liter – jedoch nur in dafür zugelassenen Kanistern. (ph/dpa)

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