Ringen um Air-Berlin-Reste

Niki Lauda bietet um Fluggesellschaft Niki - Ryanair verabschiedet sich

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Niki Lauda bietet um die Fluggesellschaft Niki mit

Es tobt der Kampf um die Filetstücke der insolventen Air Berlin. Niki Lauda will die Airline Niki übernehmen - und die Lufthansa darf einen anderen Unternehmensteil kaufen.

Berlin/Dublin - Der österreichische Unternehmer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda hat - wie angekündigt - vor Ablauf der Bieterfrist ein Angebot für die insolvente österreichische Air-Berlin-Tochter Niki abgegeben. Das bestätigte seine Sprecherin am Donnerstag in Wien. Einzelheiten wollte sie nicht nennen. Auch Angebote weiterer Interessenten wurden erwartet.

Lauda hatte die Airline 2003 gegründet und war 2011 ausgestiegen. Die Fluggesellschaft mit 21 Flugzeugen sollte eigentlich von Lufthansa übernommen werden, der Konzern zog sein Angebot aber wegen Bedenken der EU-Wettbewerbsbehörde zurück.

Ryanair wirft das Handtuch

Der irische Billigflieger Ryanair hat sich am Donnerstag hingegen freiwillig aus dem Bieterrennen noch vor Toreschluss wieder verabschiedet. „Bedauerlicherweise herrscht Unklarheit über die Vermietung von Lufthansa-Flugzeugen an Niki, und diese konnten nicht rechtzeitig behoben werden“, sagte Ryanair-Sprecher Robin Kiely am Donnerstag. Die Lufthansa, die Niki zuerst kaufen sollte, hatte bereits einige der insgesamt 20 Maschinen der österreichischen Airline übernommen. Sie hat sich aber nach eigener Darstellung verpflichtet, diese einem künftigen Niki-Eigentümer zu überlassen.

Niki mit seinen 1000 Beschäftigten galt als besonders attraktiver Unternehmensteil der Air Berlin. Nach dem Rückzug der Lufthansa meldete sie in der vergangenen Woche Insolvenz an. Insolvenzverwalter Lucas Flöther will die Fluggesellschaft bis Anfang Januar verkaufen, damit keine Start- und Landerechte verloren gehen.

Lufthansa darf Teile von Air Berlin erwerben

Unterdessen hat die EU-Kommission der Lufthansa den Erwerb der Air-Berlin-Tochter LGW unter Auflagen erlaubt. Die Lufthansa habe ausreichende Zugeständnisse gemacht, sodass der Kauf nur begrenzte Auswirkungen auf den Wettbewerb habe, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Donnerstag zur Begründung. Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, weitere Teile der Airline übernimmt Easyjet.

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dpa/fn

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