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Tanken wird wieder billiger - Spritpreise fallen auf Vor-Kriegs-Niveau

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Von: Dennis Fischer

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Die Spritpreise haben zuletzt deutlich nachgegeben. Bei Diesel gab es den tiefsten Wert seit Jahresbeginn. Und wie geht es weiter?

München - Tanken ist in Deutschland wieder billiger geworden. Nach mehreren Wochen schwankender Werte haben die Spritpreise zuletzt deutlich nachgegeben, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des ADAC hervorgeht.
Ein Liter Superbenzin der Sorte E10 kostete demnach tags zuvor im bundesweiten Durchschnitt 1,735 Euro. Das waren 2,7 Cent weniger als vor Wochenfrist.

Diesel: Tiefster Wert seit Jahresbeginn

Diesel verbilligte sich um 2,6 Cent auf 1,695 Euro je Liter, dies war laut ADAC der tiefste Wert seit dem Jahresbeginn. Günstiger war der Kraftstoff zuletzt am 24. Februar 2022 - bevor die Preise im Zuge des Ukraine-Krieges vorläufig durch die Decke gingen.
E10 war in diesem Jahr zwar schon günstiger, auch diese Kraftstoffsorte liegt nun allerdings in etwa auf dem Niveau zum Zeitpunkt des Kriegsbeginns.

Als Grund für die Rückgänge sieht man beim ADAC die Entspannung am Rohölmarkt. Der Verkehrsclub hält die Preise aber noch für zu hoch - insbesondere bei Diesel, der im langjährigen Schnitt wegen niedrigerer Steuern unter normalen Umständen um die 15 Cent billiger als E10 ist. Schon zu Jahresbeginn berichtete der ADAC von rückläufigen Spritpreisen.

Tanken
Preis-Entspannung für die Autofahrer an der Zapfsäule. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

ADAC: Prognose schwierig

Und wie geht es mit den Preisen weiter? „Eine Prognose zur Entwicklung der Kraftstoffpreise abzugeben ist grundsätzlich problematisch, weil dies in erster Linie mit der Entwicklung des Rohölpreises zusammenhängt“, sagte ein ADAC-Sprecher zu IPPEN.MEDIA. In welche Richtung der Ölpreis gehe, lasse sich generell nur schwer abschätzen, derzeit aber ganz besonders aufgrund der aktuellen Nervosität wegen einer möglichen Bankenkrise.

„Allerdings sind die Kraftstoffpreise immer noch zu hoch, ungeachtet des jüngsten Preisrückgangs. Das Ausgangsniveau ist eindeutig zu hoch, dies gilt vor allem für Diesel, der ja auch um rund 20 Cent niedriger besteuert wird als Super E10“, so der Sprecher. Ob die Spritpreise sinken, hänge auch vom Verhalten der Verbraucher ab: Tanken die Autofahrer möglichst an einer günstigeren Tankstelle, dann stärkt das deren Marktmacht und teurere Anbieter müssten nachziehen. Dies führt letztlich zu niedrigeren Kraftstoffpreisen. (df mit Material von dpa)

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