Staatlicher Rückzug nach Krise

Weidmann für zeitlich begrenzte Corona-Hilfen

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann: "Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer.". Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Bundesbank-Präsident Jens Weidmann: "Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer.". Foto: Kay Nietfeld/dpa

In der Corona-Krise hilft der Staat den Unternehmen erheblich aus. Der Eingriff wird auch kritisch gesehen. Zumindest für die Zeit nach der Pandemie, soll der Staat sich wieder zurückziehen, meint der Bundesbank-Chef.

Berlin (dpa) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat der Politik geraten, die Corona-Hilfen zeitlich zu begrenzen.

"Wichtig ist, dass Hilfsmaßnahmen befristet sind. Dann laufen sie im weiteren Verlauf automatisch aus, und die Staatsfinanzen stabilisieren sich wieder", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Auch für die staatlichen Beteiligungen an Firmen gilt: Sie können jetzt nötig sein. Aber der Staat sollte sich nach der Krise wieder zügig zurückziehen. Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer."

Die Politik solle auch "das Kurzarbeitergeld regelmäßig überprüfen", forderte Weidmann. Zwar sei es sinnvoll, mit diesem Instrument einen vorübergehenden Wirtschaftseinbruch zu überbrücken. "Das Kurzarbeitergeld sollte aber nicht Strukturen verfestigen, die keine Zukunft mehr haben, etwa wenn Geschäftsmodelle überholt sind."

© dpa-infocom, dpa:200726-99-924633/2

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